Stoff aus dem man Champions macht

Das 1. Halbfinale der EM 2008 zwischen Deutschland und Türkei war spannend bis zur letzten Sekunde. Deutschland kam eigentlich das ganze Spiel über nie wirklich zu ihrem schnellen und sicheren Spiel. Sie verloren viele Zweikämpfe und vom Mittelfeld war ausser Fehlpässe nicht viel zu sehen. Nach dem Wahnsinnsturmlauf gegen Portugal war dies eine ernüchternde Leistung.

3 "Shots on target" (wirkliche Torchancen), 3 Tore. Das ist ganz am Ende der Stoff, aus dem man Champions macht.

Fazit: Kommt Deutschland im Finale gegen Spanien, wird es ein Spiel wie gegen Portugal und Deutschland wird Europameister. Spielen wir im Finale gegen Russland, wird es ein Spiel wie gegen die Turkei und Deutschland wird Europameister. Die Effizienz siegt.

 

1 Kommentar 26.6.08 12:27, kommentieren

The Flow

Flow (engl. fließen, rinnen, strömen) ein Wort mit einer großen Bedeutung.

 

Ich studiere Angewandte Informatik. Dieser Studiengang ist sehr für Theorie- und Mathelastigkeit bekannt und das teilweise auch zurecht. Letzte Woche war ich voll im Lernstress für eine Klausur die ich am 21.05 geschrieben habe. Der Stoff befasste sich rund um Algorithmen und Datenstrukturen. Hier merkte ich was es heißt einen "Flow" zu haben oder "sich auf der Welle zu befinden". Es war wahnsinn, Stoff für den andere Komulitonen 3-4 Wochen brauchten, schaffte ich in 7 Tagen und das ohne mir den Kopf an einigen Problemstellungen zu zerbrechen. Kurz und knapp, es viel mir einfach leicht mich in die Algorithmen reinzuversetzen. Es macht mir sogar mehr noch Spaß mich damit zu beschäftigen. Anders als sonst fühlte ich nicht den Druck der Zeit und des weiterkommens. Es war als wäre Raum und Zeit unabhänig von einander. Der Raum war leer und die Zeit stand. Man kann das Gefühl das ich in dieser Zeit verspürt nicht richtig beschreiben.

 

Ich hatte so ein Gefühl zwar schon öfters, aber nie über eine solch lange Zeit wie diese 7 Tage. Normal hätte ich mit dem lernen dieses Stoffes schon viel früher angefangen, aber da ich noch 3 andere Klausuren hatte, war mir dies leider nicht möglich. Vielleicht war das nicht schlecht. Ich werde bei der nächsten Lernsaison alles daran setzen wieder einen solchen Status zu bekommen. Es hängt auch viel mit der Einstellung und dem Willen zusammen, das habe ich gemerkt. Denn ich war super motiviert, ich wusste das ich nicht viel Zeit hatte um den Stoff zu lernen und ich wusste auch, "Ich muss es schaffen.". Dies brachte mich wahrscheinlich auf den Flow. Ich war nicht zu bremsen, lernte 12-14 Stunden täglich und hätte noch weiter machen können. Von meinem Gefühl her muss man sich nur im reinen sein mit den Gedanken "Ich kann" und "Ich werde es schaffen". Ausserdem muss man immer bedenken, kein Mensch ist vollkommen, d.h. andere haben es auch geschafft und sind nicht besser oder schlechter, schlauer oder dümmer als man selbst. Der Wille zählt.

 

Ich spiele auch in meiner Freizeit viel Poker (Texas Hold'Em sowie Five-Card), hier gibt es ein ähnliches Phänomen wie den Flow beim lernen bzw. einem Projekt etc.. Manchmal bekommt eine Zeit lang Hände die unschlagbar sind, z.B. ein Vierling Asse etc. halt Nuts (best möglichen Karten die so nicht geschlagen werden können). Man ist auf einer Welle die man ausnutzen kann, doch beim Poker ist hier Vorsicht angebracht, irgendwann geht solch ein Flow zu Ende und dann kann es teuer werden wenn man das nicht merkt. Man darf sich halt nie von einem Flow einwickeln lassen sondern muss immer auf der Hut sein.

 

Poker ist halt schon ein Spiel mit einem gewissen Glücksfaktor den man nicht beeinflussen kann. Doch bei Dingen die man beeinflussen kann..."Ich kann und werde es schaffen"......

 

1 Kommentar 23.5.08 16:33, kommentieren